mehr Vater-Tochter-Gespräche

T: Dad, wenn ich übe, traue ich mich dann automatisch eine Welle zu reiten?
V: Tust du das?
T: Nein. ..... Warum eigentlich nicht?
V. Weil du diesen kleinen Schritt noch nicht gemacht hast?!
T: Ja. Klein aber schwierig.
V: Sieht so aus.
T: Und warum mache ich den dann doch nicht?
V: Weil du dich noch nicht entschieden hast.
T: Und was würde mir die Entscheidung leichter machen?
V: Nichts.

T: Doch! - Wenn ich Vertrauen hätte.
V: Hast du denn Vertrauen?
T: Nein.
V: Gut so.
T: Verstehe ich nicht.

 

V: Na ja, was wenn du gar kein Vertrauen bräuchtest?
T: Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
- Pause -
V: Wie geht´s dir jetzt gerade?
T: Ehrlich, ich fühl mich gerade wie in einer Welle.
V: Ah, jetzt bist du drauf.

T: Worauf?

V: Auf dem Brett in der Welle.

T: Welchem Brett?
V: Auf dem, das eben noch vor deinem Kopf war.

T: Was?

V: Atme weiter und ab ab jetzt nimmst besser dein eigenes.
    Das alte war nur gut, damit du diesen einen Schritt noch damit machen konntest.

T: Kannst du mir zeigen, wie ich mein neues selbst baue.
V: Ja, bis zu einem gewissen Grad.

T: Ich verstehe, du meinst, ich steh besser wirklich auf meinem eigenen.

V: Ja, wie schon davor.

T: Klar, aber jetzt weiß ich es und es ist kein Problem mehr.


*Väter und Mütter wissen ohne die Fragen und Erfahrungen ihrer Töchter und Söhne nicht, was sie wissen könnten. Fragen und Erfahrungen machen eben klüger. Das gilt für Berater, Trainer Führungskräfte, Ärzte - für alle und jede*n, jedenfalls theoretisch.